Fleischersatzprodukte ungesund

Sind Fleischersatzprodukte ungesund? Die besten Alternativen zu Fleisch

Immer mehr Supermärkte bieten Alternativen zu Fleisch an und spätestens, seit auch große Produzenten wie Rügenwalder oder Wiesenhof vegetarische Produkte entwickeln sind sie fast überall verfügbar. Jetzt veröffentlicht Stiftung Warentest eine Studie zu der Frage, ob die Fleischersatzprodukte ungesund sind.

Gerade für Vegetarier oder Menschen die gänzlich auf eine vegane Ernährung umstellen wollen, sind die aktuellen Ergebnisse der Stiftung Warentest interessant. 20 Alternativen zu Fleisch hat Stiftung Warentest unter die Lupe genommen und auf Schadstoffe untersucht um zu sehen, welche Fleischersatzprodukte ungesund sein könnten. Vor allem Rückstände von Mineralölen standen dabei im Fokus. Nur sechs Produkte haben im Test wirklich gut abgeschnitten.

Beste Alternativen zu Fleisch: die Testsieger

Schnitzel Fleischfrei von Valess Gesamtnote 2,0
Bratwurst von Valess Gesamtnote 2,0
Bratmaxe Veggie-Griller von Meica Gesamtnote 2,2
Vegetarische Mühlen Frikadelle von Rügenwalder Gesamtnote 2,3
Vegane Soja-Schnitzel von Edeka Bio Gesamtnote 2,4
Frikadelle vegetarisch von Heirler Gesamtnote 2,5

Fleischersatzprodukte ungesund

Fleischersatzprodukte kalorienarm?

Eine wichtige Frage, die sich viele stellen ist nicht nur, ob Fleischersatzprodukte ungesund sind, sondern auch, ob sie generell kalorienärmer sind als echtes Fleisch. Eine generelle Antwort auf diese Frage gibt es allerdings nicht, man muss von Produkt zu Produkt auf Inhaltsstoffe und Nährwertangaben achten. Der Test von Stiftung Warentest hat allerdings auch diese Faktoren in seine Bewertung mit einbezogen, die Testsieger sind also größtenteils zum Beispiel relativ arm an Fett. Hier ein paar Beispiele anhand der Testsieger von Stiftung Warentest:

Schnitzel aus Fleisch: 230 kcal/100g Schnitzel von Valess: 190 kcal/100g
Bratwurst aus Fleisch: 297 kcal/100g Bratwurst von Valess: 180 kcal/100g
Frikadellen aus Fleisch: 280 kcal/100g Frikadellen von Heirler: 225 kcal/100g

Fleischersatzprodukte Ungesund

Welche Supermärkte bieten Fleischersatzprodukte?

Alternativen zu Fleisch gibt es mittlerweile bei fast allen Supermärkten. Wir haben hier zusammengestellt, wo welche Testsieger der Stiftung Warentest zur Verfügung stehen:

Valess: Schnitzel und Bratwurst von Valess bekommt man mittlerweile in vielen Märkten, darunter Edeka, Kaufland, Rewe, Globus und Marktkauf.

Bratmaxe: Die Bratmaxe Veggie Griller gibt es überall, wo es auch die Fleischprodukte des Herstellers gibt, was mittlerweile die meisten großen Supermärkte sind.

Rügenwalder Mühle: Die vegetarischen Produkte von Rügenwalder findet man unter anderem bei Rewe, Edeka und teilweise bei Kaufland.

Heirler „wie“: Die Produkte von Heirler sind in den großen Märkten generell nicht zu finden, es gibt sie im Reformhaus, bei Perfetto (der Lebensmittelhandel in Karstadt Filialen) oder beim Basic Naturkosthandel, sowie in weiteren Reform- und Naturkostgeschäften.

 Fleischersatzprodukte ungesund

Mineralöle in Alternativen zu Fleisch

Bei einigen Produkten war es vor allem die Menge an Mineralölen in dem Essen, die nach Stiftung Warentest Grund zur Besorgnis gibt. Besonders schlimm fällt das Ergebnis beim Veggie-Schnitzel von Rügenwalder Mühle aus, wo insgesamt über 400 Milligramm pro Kilo nachgewiesen werden konnten. Damit müsste man das Fleischersatzprodukt ungesund nennen. Rügenwalder Mühle hat sich allerdings bereits geäußert und bekanntgegeben, dass die Produkte durch ein Paraffin zustande gekommen seien, das bei der Herstellung von Lebensmitteln erlaubt ist. Nichtsdestotrotz sei die Zutat, die für die Rückstände verantwortlich war, bereits ausgetauscht worden.

Fleischersatzprodukte ungesund

Machen die Mineralöle Fleischersatzprodukte ungesund?

Die bei einigen Produkten entdeckten Mineralölverbindungen sind den Testern zufolge zwar nicht direkt giftig, können sich aber langfristig im Körper absetzen. Dabei seien besonders Leber und Milz betroffen. Das sagte Holger Brackmann, der die Untersuchungen der Stiftung Warentest leitet. Bisher gibt es für diese Verbindungen leider keine vorgeschriebenen Grenzwerte und sie müssen auch nicht bei den Zutaten angegeben werden, womit dem Verbraucher keine Möglichkeit bleibt, sich eigenständig gegen die Einnahme der Stoffe zu schützen.

Ob Alternativen zu Fleisch durch die nachgewiesenen Stoffe wirklich ungesund werden, kann die Stiftung Warentest allerdings auch gar nicht nachweisen. Denn es könnte sich bei den gefundenen Mineralölen auch um Weißöl handeln. Dieses ist für den Menschen unbedenklich und es ist sehr schwierig, die schädlichen und unschädlichen Stoffe in Tests zu unterscheiden. Trotzdem ist es sicherlich nicht verkehrt, sich bei zukünftigen Einkäufen an den Tests von Stiftung Warentest zu orientieren. Das lohnt sich auch deshalb, weil Geschmack und Konsistenz ebenfalls getestet wurden.

Fazit

Man kann auf keinen Fall generell sagen, dass Fleischersatzprodukte ungesund sind. Es kommt immer auf den Hersteller an. Wenn man zum Beispiel die Mineralöle vermeiden will, muss man sich bisher auf die Tests von Stiftung Warentest verlassen und hoffen, dass solche Inhaltsstoffe in Zukunft verboten werden oder zumindest mit angegeben werden müssen. Kalorien sparen kann man aber, wenn man sich ein wenig an den Nährwertangaben orientiert, auf jeden Fall.

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Bildquelle: Vielen Dank an Miroro für das Bild (© Miroro / pixabay.com).

 

Redakteur: Stephan Gert

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