haushaltsüblicher Würfelzucker

Zuckerkonsum reduzieren – Tipps und Tricks

Zu einer leckeren Tafel Schokolade, einer Kugel Himbeereis oder dem sonntäglichem Gebäck kann kaum jemand nein sagen. Süßes und Zucker sind alltägliches Nahrungs- und Genussmittel, sich dem zu entziehen scheint fast nicht möglich. Doch Zucker – was ist das eigentlich, wo kommt das her und wie wird es hergestellt? Stimmt es das Zucker dick und süchtig macht und an vielen Krankheiten schuld ist, sollten wir alle unseren Zuckerkonsum reduzieren? Hier finden Sie die Antworten auf diese Fragen und Tipps und Tricks, wie Sie Ihren Zuckerkonsum reduzieren können.

Das weiße Gold – Zur Geschichte des Zuckers

Heute ist Zucker ein alltägliches Gut, im Supermarkt können Sie 500 Gramm Zucker für einen Schnäppchenpreis von 60 Cent kaufen. Doch das war nicht immer so, früher war Zucker ein Luxusgut, nur wenigen Privilegierten vorenthalten und als „weißes Gold“ geschätzt.

In der Antike war Zucker noch nicht bekannt, man süßte – wenn überhaupt – mit Honig. Zucker wird zum großen Teil aus Zuckerrohr und Zuckerrüben hergestellt, da diese Pflanzenarten besonders viel Zucker speichern können. Zuckerrüben wurden erst spät als Zuckerlieferant erkannt. Zuckerrohr hingegen, welches vor allem in tropischen Gebieten wächst, war im heutigen Raum von Indien schon früh für seine süße Wirkung bekannt. Das Raffinieren des Zuckers wurde wahrscheinlich im 4. Jahrhundert in Indien erfunden und von dort aus verbreitet. Araber, die Zucker vor allem als Heilmittel benutzten, brachten diese Technologie circa 800 n.Chr. in den Mittelmeerraum, auch die Kreuzzüge brachten neue Erkenntnisse über Zucker nach Europa. Kurz nach der Entdeckung Amerikas entstanden die ersten Zuckerrohrplantagen im karibischen Raum. Sklaven wurden aus Afrika eingeschifft, um die unmenschliche Arbeit auf den Plantagen zu verrichten. Die Nachfrage nach Zucker in Europa stieg ins unermessliche, Zucker wurde zum Luxusgut und damit äußerst lukrativ, in Deutschland entstanden die ersten Zuckerraffinerien.

Zuckerrübe auf dem Feld

In unseren Breitengraden werden Zuckerrüben für die Zuckerproduktion angebaut

Im 18. Jahrhundert wurde die Zuckerrübe als Zuckerlieferant entdeckt. Nun konnte man endlich den Rohstoff für die Zuckergewinnung auch in Europa anbauen. Man fing an, Zuckerrüben in Deutschland anzupflanzen. Diese liefern zwar weniger Ertrag als Zuckerrohr, wachsen dafür aber schneller. Damit konnte sich eine konkurrenzfähige Rübenzuckerindustrie aufbauen, der Preis von Zucker sank und bald konnten sich mehr Menschen Zucker leisten. Schließlich wurde es zum alltäglichen Genussmittel, das für jedermann erschwinglich ist. Der Zuckerkonsum nahm rasch zu, bis es ein gesundheitsgefährdendes Ausmaß annahm. Heute nehmen wir viel zu viel Zucker zu uns und sollten unseren Zuckerkonsum reduzieren.

Zucker – was ist das eigentlich?

Wir alle konsumieren es täglich, Zucker versüßt uns regelmäßig unseren Tag. Doch was ist Zucker eigentlich, wo kommt er her und wie wird es hergestellt?

Zucker wird von jeder Pflanze im Prozess der Fotosynthese hergestellt. Chemisch betrachtet besteht Zucker aus Kohlehydraten, welche aus Pflanzen gewonnen werden. In der Natur kommt Zucker in verschiedener Form vor. Je nach Anzahl der chemischen Bauteile gibt es:

  • Einfachzucker (Monosaccharid): vor allem in Obst enthalten, dazu zählen Traubenzucker (Glucose) und Fruchtzucker (Fructose)
  • Zweifachzucker (Disaccharide): z.B. Saccharose, welches aus einer Verbindung von Fructose und Glucose besteht, im handelsüblichen Haushaltszucker zu finden
  • Mehrfachzucker (Polysaccharide): beispielweise Stärke, welche in Getreide und Kartoffeln zu finden ist, diese schmeckt erst einmal nicht süß, erst beim gründlichen Kauen kommt der süßliche Geschmack zum Vorschein

Saccharose ist die häufigste Art, wie Zucker verwendet wird. Die raffinierte Form davon ist der handelsübliche Haushaltszucker, wie wir ihn kennen, nämlich das weiße, kristalline Pulver. Dieses wird vor allem aus Zuckerrüben und Zuckerrohr gewonnen. Zwar stellt jede grüne Pflanze im Rahmen der Fotosynthese Glucose und Fructose her, doch nur Zuckerrübe und Zuckerrohr sind in der Lage, Zucker in großen Mengen zu speichern. In den Tropen wird Saccharose hauptsächlich aus Zuckerrohr gewonnen, während in unseren Breitengraden vor allem Zuckerrüben verwendet werden. beim Prozess der Zuckergewinnung werden die Pflanzen stark erhitzt und ein sogenannter Rohsaft gewonnen, der von allen anderen nicht-zuckerhaltigen Stoffen befreit wird. So erhält man weißes, kristallines Pulver, raffinierten Zucker. Doch alle anderen wichtigen pflanzlichen Stoffe wie Mineralien, Vitamine oder Enzyme sind verloren gegangen.

raffinierter Zucker

Die raffinierte Form von Saccharose ist unser haushaltsüblicher Zucker, weißese kristallines Pulver.

Wozu wird Zucker im Körper benötigt?

Im Laufe der Evolution war Zucker ein wichtiger und vor allem seltener Energieträger. Zucker macht den Großteil der Energie aus, die wir mit der Nahrung zu uns nehmen. Allein das Gehirn verbrennt täglich circa 140 g Glucose. Deswegen haben wir von Natur aus eine besondere Vorliebe für Süßes. Biologisch betrachtet macht das Sinn: Süße Lebensmittel signalisieren Reife und viel Energie, wohingegen bittere Lebensmittel oft giftig oder verdorben sind.

Zucker kann durch das Verzehren von pflanzlicher Nahrung aufgenommen werden. Dabei nehmen wir auch noch andere pflanzliche Stoffe wie Ballaststoffe oder Vitamine auf. Somit wird die Nahrung langsam verdaut und der Zucker wird nach und nach in den Kreislauf abgegeben.

Raffinierter Zucker hingegen wird aus Pflanzen isoliert und konzentriert anderen Lebensmitteln beigegeben. Da bei einem reinen, konzentrierten Zucker die Zusatzstoffe fehlen, kann er rasch verdaut werden und gelangt so schnell über den Darm in unseren Blutkreislauf. Somit ist dieser ideal, wenn man schnell Energie benötig, zum Beispiel beim Sport. Dies ist jedoch auch ein großer Nachteil. Durch das Fehlen der Ballaststoffe schießt der Zucker sofort ins Blut und bringt den Zuckerhaushalt aus dem Gleichgewicht. Wir erfahren einen kurzen Energiekick, doch bald danach haben wir wieder Hunger und fühlen uns schlapp, obwohl wir eigentlich genug Energie zu uns genommen haben.

Zucker ist also, neben Fett, eines der Hauptenergielieferant für unseren Körper. Wird Zucker jedoch über den benötigten täglichen Energiebedarf hinaus konsumiert, kann sich das schädlich auf unsere Gesundheit auswirken, weswegen wir unseren Zuckerkonsum reduzieren sollten.

Welche gesundheitlichen Auswirkungen hat Zucker auf unseren Körper?

Der Verzehr von Zucker ist die letzten hundert Jahre dramatisch gestiegen, durchschnittlich werden in Deutschland 32 Kilo Zucker pro Jahr und Kopf verzehrt. Gerade die raffinierte Form von Zucker ist schädlich für unsere Gesundheit. Dieser kommt so nicht in der Natur vor und ist etwas Fremdes für unseren Organismus. Aber auch das massenhafte Verzehren von Obst oder Getreide kann sich schädlich auf unsere Gesundheit auswirken.

Blutzuckerspiegel außer Gleichgewicht

Das Fehlen der Ballaststoffe bei Saccharose führt dazu, dass die Nahrung nicht erst aufgespalten werden muss, sondern der Zucker sofort in den Kreislauf abgegeben wird und der Blutzuckerspiegel ansteigt. Die Bauchspeicheldrüse wird angeregt, Insulin zu produzieren. Dieses Hormon sorgt dafür, dass überschüssiger Zucker aus dem Blut abtransportiert wird. Durch den rasanten Anstieg des Blutzuckerspiegels wird mehr Insulin als nötigt produziert, und in Folge dessen wird mehr Zucker als nötig abgebaut. Dies führt zu einer Unterzuckerung, wir fühlen uns müde und ausgelaugt und unser System verlangt nach einem erneuten Energiekick. Wir müssen mit der Zeit also immer mehr und mehr Zucker konsumieren, um unseren Körper zu befriedigen.

Zucker macht dick

Nein, nicht etwa fetthaltige Gerichte sind die Dickmacher Nummer eins, sondern vor allem zuckerhaltige Lebensmittel. Denn von Nahrungsmitteln und Getränken, die gezuckert sind, können Sie Unmengen verzehren, ohne sich hinterher sonderlich satt zu fühlen. Zuckerhaltige Lebensmittel sind „leere Kalorien“, weil sie vom Körper sofort aufgenommen werden und nicht erst umständlich verdaut werden müssen. So verursachen Sie im Anschluss ein erneutes Hungergefühl und Heißhungerattacken. Ein weitere Grund, warum Zucker dick macht: wenn Zucker über den benötigen Energiebedarf hinaus konsumiert wird, so wird überschüssiger Zucker vom Körper in Fettzellen gespeichert. Also – Fall Sie das nächstes Mal eine Diät anstreben, sollten Sie vielleicht überlegen, eine Zeit lang auf Zucker zu verzichten.

Ist Zucker eine Droge?

Es gibt mehrere Studien, die belegen, dass Zucker schnell abhängig macht und sogar eine ähnliche Wirkung wie harte Drogen haben soll. Übermäßiger Zuckerkonsum führt wie beim Konsum von Kokain und Heroin zu einem erhöhten Ausschuss von Dopamin. Dieses Hormon ist auch als Glückshormon bekannt, da es Glücksgefühle auslöst und eine Antriebs- und Motivationssteigerung hervorruft. Es gibt einen eindeutigen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Zucker und darauf folgenden Heißhungerattacken. Je mehr man konsumiert, desto mehr verlangt der Körper danach. Außerdem zeigen sich beim Verzicht auf Zucker klassische Entzugserscheinungen wie bei einem langjährigem Drogenabhängigen.

Ähnlich wie Nikotin und Alkohol gilt Zucker unter Experten schon lange nicht mehr als harmloses Genussmittel, sondern als gesundheitsgefährdender Stoff, der zur Abhängigkeit oder gar zur Sucht führen kann. In unserer Gesellschaft ist diese Erkenntnis jedoch noch kaum angekommen, zu stark ist die Zuckerlobby und zu viel Geld wird damit verdient. Schon im Mutterleib kommen wir mit der Droge Zucker in Kontakt. Kindern greifen besonders gerne auf Süßes zurück, sie werden quasi zu „Zucker-Junkies“ erzogen. Auch in unserem Alltag ist Zuckerkonsum etwas Selbstverständliches. Uns wird suggeriert, dass man sich mit Süßem etwas Gutes gönnt. Dabei sollten wir dringend unseren Zuckerkonsum reduzieren!

weitere Folgeerscheinungen von übermäßigem Zuckerkonsum

  • da Zusatzstoffe wie Mineralien, Ballaststoffe und Vitamine fehlen, werden diese an anderer Stelle des Körpers geraubt, Mangelerscheinungen
  • zerstört Darmflora, schwächt Immunsystem
  • verursacht Karies, schädigt die Zähne
  • fördert Entstehung von Herzkrankheiten und Diabetes
  • fördert Wachstum von Krebszellen
  • entzündungsfördernd, kann unreine Haut, Akne verursachen
  • kann Allergien verursachen
  • kann Schlafstörungen, Depressionen, Angstzustände verursachen
  • wird in Zusammenhang mit Alzheimer gebracht

Das richtige Maß – wie viel Zucker sollten wir konsumieren?

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt 25 Gramm Zucker pro Tag, um bei einem gesunden Konsum zu bleiben. 50 Gramm Zucker am Tag stellt die Obergrenze zur Gesundheitsgefährdung dar. Die Realität sieht anders aus: der bundesdeutsche Durchschnitt verzehrt sogar 100 Gramm Zucker pro Tag! Die gesundheitsschädlichen Wirkungen von übermäßigem Zuckerkonsum sind nicht zu übersehen. Die Behandlungen von Erkrankungen aufgrund von Zuckerkonsum betragen sich auf rund 8 Milliarden € pro Jahr und überschreiten damit die Kosten von Rauchern! Wir sollten also dringend unseren Zuckerkonsum reduzieren. Ist eine zuckerfreie Ernährung überhaupt möglich? Dazu müssen wir zunächst herausfinden, in welchen Lebensmitteln überall Zucker versteckt ist.

In welchen Lebensmitteln steckt besonders viel Zucker?

Ganz klar, vor allem in Süßigkeiten und Gebäck stecken eine Unmenge Zucker. Aber wussten Sie, dass in vielen Lebensmitteln, die gar nicht süß schmecken, auch viel Zucker steckt? Denn Zucker ist ein günstiger Konservierungsstoff und Geschmacksverstärker, dessen sich die Lebensmittelindustrie gern bedient. Diese weiß um die Wirkung des Zuckers auf den Menschen und benutzt großzügig Zucker in Fertigprodukten, um diese attraktiver zu machen. Auch wenn die Zutaten eines Produktes in der Nährwerttabelle mengenmäßig in absteigender Reihenfolge genannt werden müssen – die Lebensmittelindustrie wendet einige Tricks an, um zu verschleiern, wie viel Zucker in dem Produkt tatsächlich enthalten ist. So zählen die Hersteller verschiedene Zuckerarten auf, um den Gesamtzuckeranteil zu verschleiern oder um den Zucker wegen des chemischen Begriffes gar nicht erst als solchen erkennbar zu machen. Grundsätzlich deutet die Endung „-ose“ darauf hin, dass es sich bei der Zutat um eine Zuckerform handelt. Hier aufgelistet finden Sie Nahrungsmittel, die besonders viel Zucker enthalten, ohne dass man damit rechnet:

Zuckerbombe Softdrinks

Softdrinks sind wahre Zuckerbomben und sollten nach Möglichkeit vermieden werden

  • Getränke: Softdrinks sind wahre Zuckerbomben, v.a. Limo, Eistee oder Cola. Fruchtsäfte sind ebenso zuckerhaltig wie Softdrinks und ohne die Fruchtfasern fehlen viele wichtige Vitamine. Alkoholische Getränke wie Mischgetränke, Cocktails, Liköre oder Cider enthalten ebenfalls viel Zucker.
  • Fertigprodukte: In vielen Fertigprodukten ist zugesetzter Zucker, um den Geschmack zu steigern, v.a. in Fertigpizza, Wurst, Tütensuppen, Fertignudeln oder Fertigsalaten.
  • Müsli und Müsliriegel: Oft wir ein gesundes Frühstück mit Müsli verbunden, doch darin ist viel versteckter Zucker! Auch Müsliriegel werden oft als gesund deklariert, doch diese sind wahre Zuckerbomben.
  • Soßen: Soßen sind ebenfalls reich an Zucker, allen voran Ketchup. In 100 g Ketchup sind 22 g Zucker enthalten.
  • Obst: Auch wenn Obst als gesund gilt, Sie sollten nicht vergessen, dass dies ebenfalls Fructose und Glucose enthält und nur in Maßen genossen werden sollte.

In dieser Tabelle finden Sie eine Übersicht über den Zuckergehalt von alltäglichen Lebensmitteln und Getränken. Der Zuckergehalt wird in Würfeln gemessen (1 Würfel entspricht ungefähr 3g). Bedenken Sie: die empfohlene Tagesdosis sind 9 Stück Würfelzucker!

Lebensmittel & GetränkeZuckergehalt in Würfeln (=je 3g)
Cola40/1l
Orangensaft27/1l
Nutella78/ 400g
Fruchtzwerge13/50g
Ketchup61/750g
Fertigpizza8/380g
Müsli Frosties51/375g
Cappuccino-Pulver35/220g
Baileys60/700g
Kartoffelsalat9/400g
Die Angaben in der Tabelle entsprechen ungefähren Richtwerten

Wie können Sie Ihren Zuckerkonsum reduzieren?

Wir haben nun herausgefunden, dass Zucker ein wichtiger Energielieferant für unseren Organismus ist. Aber wir haben auch festgestellt, dass wir mittlerweile viel zu viel davon konsumieren und somit unsere Gesundheit gefährden. Zucker macht krank, dick und abhängig. Höchste Zeit, unseren Zuckerkonsum zu überdenken! Sie möchten nun Ihren Zuckerkonsum reduzieren, um eine gesunde Ernährung oder gar eine zuckerfreie Ernährung anzustreben? Mit ein paar Tipps und Tricks gelingt es Ihnen, nach und nach Ihren täglichen Zuckerbedarf zu minimieren.

1. Zuckerkonsum reduzieren – Stück für Stück

Das Wichtigste zuerst: auch wenn Sie beschlossen haben, dass Sie Ihren Zuckerkonsum reduzieren wollen, sollte Sie das doch langsam und Stück für Stück machen. Wie die meisten in unserer Gesellschaft sind Sie wahrscheinlich auch abhängig von Zucker – bei radikalem Entzug werden sich auch Entzugserscheinungen zeigen. Depressive Stimmung, Gereiztheit, Lustlosigkeit und Schlafschwierigkeiten können die Folge sein, je nachdem wie stark Ihr Zuckerkonsum bisher ausgefallen ist. Sehr wahrscheinlich werden Sie auch öfters den Impuls haben, etwas Naschen zu wollen, Heißhunger auf Süßes entwickeln und Ihre Gedanken werden sich ständig um das Thema Essen kreisen. Damit die Entzugserscheinungen nicht so stark ausfallen und Sie gut damit umgehen können, sollten Sie die Zuckerreduzierung Stück für Stück angehen.

2. größte Zuckerquelle in eigener Ernährung erkennen und reduzieren

Jeder hat einen individuellen Geschmack und Ernährungsweise. Nun heißt es für Sie: Machen Sie ausfindig, welche Lebensmittel in Ihrer eigenen Ernährung die größte Zuckerquelle darstellen. Achten Sie vor allem auf Produkte, die nicht unbedingt süß sind und versteckte Zucker aufweisen. Schauen Sie genau auf die Nährwerttabelle Ihrer gekauften Produkte, achten Sie besonders auf andere Bezeichnungen für Zucker. Die drei Lebensmittel mit dem höchsten Zuckeranteil sollten Sie aus Ihrer Ernährung verbannen oder zumindest nur noch zu seltenen Anlässen zu sich nehmen.

3. auf Fertigprodukte verzichten – selber kochen

Ein guter Weg, um Ihren persönlichen Zuckerkonsum zu regulieren, ist es, auf Fertigprodukte zu verzichten und selbst mit frischen Bio-Zutaten zu kochen. Fertigprodukte enthalten zur Geschmackssteigerung meist versteckte Zucker. Beim Selber kochen können Sie kontrollieren, wie viel Zucker Sie verwenden und eine gesunde und zuckerfreie Ernährung anstreben.

4. Zuckerkonsum reduzieren – Trinkverhalten umstellen

Wie wir festgestellt haben, sind Softdrinks, Fruchtsäfte und einige alkoholische Getränke wahre Zuckerbomben. So haben Sie Ihre tägliche Dosis an Zucker schneller erreicht, als Ihnen lieb ist. Auf diese sollten Sie deswegen soweit wie möglich verzichten. Trinken Sie stattdessen ausreichend Leitungs- oder Mineralwasser. Tee oder Kaffee können Sie statt Zucker mit Honig süßen oder ungesüßt trinken.

5. Frühstück: lieber etwas Herzhaftes

Auch wenn ein gesundes Frühstück oft mit Müsli und Cornflakes in Verbindung gebracht wird – das Gegenteil ist der Fall! Denn wenn Sie süß in den Tag starten, so wird Ihre Lust auf Süßes später gesteigert und die Wahrscheinlichkeit, mehr Zucker am Tag zu essen, steigt. Frühstücken Sie deswegen lieber Herzhaftes, zum Beispiel Vollkornbrot mit vegetarischem Aufstrich und Tomate oder Gurke.

6. Ist eine zuckerfreie Ernährung möglich?

Eine komplett zuckerfreie Ernährung ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit – denn in (fast) jedem Lebensmittel ist Zucker enthalten. Es macht jedoch einen Unterschied, ob darin Zucker in seiner natürlichen Form oder raffinierter Zucker in konzentrierter Form enthalten ist. Ein besseres Ziel ist es, die Lebensmittel mit dem höchsten Zuckeranteil in Ihrer Ernährung zu verbannen und Ihren Zuckerkonsum auf 25 Gramm pro Tag zu minimieren. So können Sie langsam Ihren Heißhunger auf Süßes zügeln und haben kein schlechtes Gewissen, wenn Sie doch mal zu einem Stück Schokolade greifen.

Sehen Sie Süßigkeiten und Gebäck als etwas Besonderes an, das man sich ab und zu mal gönnen darf, aber nicht alltäglich konsumieren sollte. Denken Sie sich ein Belohnungssystem aus, wie: einmal in der Woche darf ich mir eine Tafel Schokolade gönnen; oder wenn ich dieses Ziel erreicht habe ich mir ein Eis verdient. Statt sich was vom Bäcker zu holen, backen Sie am besten selbst Ihre liebsten süßen Sachen und kontrollieren den Zuckergehalt – oder greifen Sie stattdessen auf Obst zurück.

7. Auch Alternativen zu Zucker vermeiden

Es gibt zahlreiche verschiedene Zuckerarten, die auf verschiedene Art und Weise hergestellt werden können, zum Beispiel Rohrzucker, Melasse, Kandiszucker oder Puderzucker. Außerdem gibt es viele Zucker-Ersatzstoffe wie Süßungsmittel, Stevia oder Agavensirup.

Bedenken Sie: auch wenn bei manchen Zuckerarten nicht alle Zusatzstoffe isoliert wurden und sich noch ein Anteil an pflanzlichen Vitaminen und Mineralien befindet, so sind dort trotzdem hohe Zuckeranteile zu finden. Eine wirklich gesunde Alternative zu Zucker gibt es nicht, Zucker in Massen ist in egal welcher Form gesundheitsschädlich.

Zuckerkonsum reduzieren

Zucker in Massen in jeglicher Form ist gesundheitsschädlich

Das passiert, wenn Sie Ihren Zuckerkonsum reduzieren

Eine Menge passiert in unserem Körper, wenn wir den Zuckerkonsum reduzieren! Es ist ein ähnlicher Prozess wie beim Entschlacken, und nachdem Sie die Entzugserscheinungen überstanden haben, werden Sie vielleicht folgendes an Ihrem Körper bemerken:

  • Entzündungen an der Haut nehmen ab, diese wird klarer
  • weniger Gefühlsschwankungen, depressive Verstimmungen, Angstzustände
  • Zuckerschock und Zuckertief fallen weg: ausgeglichener, fitter
  • Einschlafen fällt leichter, Schlafstörungen gemildert
  • leichtes Abnehmen
  • Heißhunger auf Süßes fällt weg
  • Geschmacksempfinden verändert sich und wird sensibler
  • Süßigkeiten schmecken nicht mehr, sind einem schnell zu süß

Fazit
Zucker schmeckt uns allen gut, denn es sind Kohlehydrate und somit unser Hauptenergieträger, unser Organismus verlangt nach Süßem. In der Natur wird Zucker durch Fotosynthese von Pflanzen produziert. In der Industrie wird Zucker aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben isoliert und von anderen pflanzlichen Bestandteilen getrennt, raffinierter Zucker entsteht. Dieses hoch konzentrierte Genussmittel wird als Konservierungsstoff und Geschmacksträger in vielen Lebensmitteln verwendet. Damit lässt sich viel Geld verdienen, die Zuckerlobby hat großes Interesse daran, die negativen Auswirkungen von Zucker auf unseren Organismus zu verschleiern. Doch unser Körper ist an diesen konzentrierten Stoff in diesen Mengen nicht gewöhnt. Übermäßiger Zuckergenuss macht uns krank, dick und abhängig. Deswegen sollten wir unseren Zuckerkonsum reduzieren und unseren täglichen Zuckerbedarf auf ein Maß von 25g, wie von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen, zu senken.

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Redakteurin: Barbara Huber

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