Vegane Ernährung – Gründe, Vorteile, Kritik und Umsetzung

Vegane Ernährung – Gründe, Vorteile, Kritik und Umsetzung

Hier erfahren Sie alles, was Sie noch nicht über eine vegane Ernährung wussten: Welche Gründe für den Veganismus sprechen, was für Vorteile Sie daraus ziehen könnten, was an einer veganen Ernährung kritisiert wird und wie Sie in ein veganes Leben starten könnten. Außerdem bieten wir Ihnen die beste Auswahl an veganen Online Lebensmittel Lieferservices und Supermarkt Angeboten.

Gründe für eine vegane Ernährung

Vegane Ernährung wurde als Modeerscheinung und Trend in den letzten Jahren abgestempelt. Doch mittlerweile können selbst die blindesten Fleischesser die Möglichkeit eines veganen Lebensstils nicht mehr übersehen. In Deutschland ernähren sich circa 1 Million Menschen vegan.

Ethische Gründe für eine vegane Ernährung

Dass viele Menschen weltweit nur noch zu veganen Lebensmitteln greifen ist kein Zufall und kein Trend. Doch woran kann der enorme Zuwachs in der veganen Community sonst liegen? Ein Grund liegt gewiss an der Aufklärungsarbeit vieler Organisationen wie PETA (Deutschlands größter Tierrechtsorganisation). Denjenigen, die generell aus ethischen Gründen ein Problem damit haben könnten, Fleisch zu essen, aufgrund des Tötens von Lebewesen, wurde durch Aufklärung und Information schnell klar, dass das Konsumieren von anderen tierischen Produkten ebenfalls sehr nah an den Tot der Tiere gebunden ist.

In der heutigen Zeit kursieren regelmäßig Bilder von einer Vielzahl männlicher Küken in den Medien, die kurz davor stehen, geschreddert also brutal getötet zu werden. Ähnlich sieht es bei den männlichen Kälbchen aus, die durch künstliche Befruchtung der Kühe geboren werden. Auch sie werden nach einigen Tage an Schlachthöfe verkauft, gemästet und für den menschlichen Verzehr getötet. Der Weg der Milch ist also auch nicht blutfrei.

Des Weiteren sind viele Menschen von den Haltungs- und Transportbedingungen der Tiere schockiert. Bilder und Berichte von Hühnern in einem riesigen Legebatterieautomat oder wundgelegenen Kühe sind keine Ausnahme mehr.

Vegane Ernährung gegen den Welthunger

Ein einfaches Prinzip, dessen Durchsetzung wohl ein unerfüllter Wunsch vieler Veganer bleiben wird, ist das der Lebensmittelumverteilung. Schon vor Jahren fand das umweltwissenschaftliche Institut der Universität Minnesota heraus, dass es theoretisch möglich wäre, den Hunger auf der gesamten Welt zu tilgen.

Durch den Verzicht von tierischen Produkten könnten die pflanzlichen Ressourcen, die als Tiernahrung dienen, die gesamte Weltbevölkerung ernähren. Circa 40 Prozent des weltweiten Ackerbaus – in Deutschland sogar 60 Prozent – werden für Tiernahrung genutzt. 12 Prozent dieser durch Ackerbau produzierten Kalorien gelangen über das Fleisch von Tieren in menschliche Körper. Der Rest geht verloren.

Nach diesem Prinzip müsste niemand weltweit hungern, denn pflanzliche Nahrungsmittel sind an sich im Überfluss vorhanden.

Veganismus gegen Welthunger

Umwelt- und Klimaschutz durch Veganismus

Dass die Herstellung von veganen Lebensmitteln bei Weitem ressourcenschonender ist als die von tierischen Produkten ist kein Geheimnis. Um das Ganze zu verdeutlichen, wird Ihnen hier der Ressourcenverbrauch für die Herstellung von einem Kilo Rindfleisch dem Ressourcenverbrauch von einem Kilo Kartoffeln, die stellvertretend für Gemüse steht, gegenübergestellt.

Ressourcen1 Kilo Rindfleisch 1 Kilo Kartoffeln
Wasser15.000 Liter100 Liter
Getreide/Pflanzliche Nahrung5 Kilo0 Kilo
Treibhausgase27 Kilo2,7 Kilo
Nutzfläche27 - 47 Quadratmeter0,25 Quadratmeter

Die Zahlen sprechen für sich. Welch große Entlastung ein weltweiter Veganismus für die Umwelt bedeuten würde, ist kaum auszudenken. Aber wie man sieht, kann auch ein einziges veganes Leben der Umwelt etwas Gutes tun. Doch ein veganer Lebensstil rettet nicht die Welt. Es gibt noch weitaus mehr, worauf man als Veganer achten sollte, der Umwelt zu Liebe.

Weitere Gründe für eine vegane Ernährung inklusive der Gewichtung in veganen Kreisen finden Sie in folgender Statistik:

Gründe für eine vegane Ernährung

Gesunde vegane Ernährung – Die vegane Ernährungspyramide

Nicht nur aus moralischen und ethischen Gründen entscheiden sich viele Personen heutzutage dazu, ein veganes Leben zu führen. Vegane Ernährung wirkt sich sehr positiv auf die Gesundheit von Menschen aus. Dies galt lang als umstritten, doch mittlerweile wurde längst bewiesen, dass vegane Lebensmittel dem Körper etwas Gutes tun.

Es muss ausdrücklich betont werden, dass die folgenden gesundheitsfördernden Punkte nur dann zutreffen, wenn man sich einer vielseitigen und ausgewogenen veganen Ernährung unterzieht. Um dies gewährleisten zu können, halten Sie sich bestenfalls an die vegane Ernährungspyramide, die Ihnen in etwa die Verteilung und das Verhältnis der unterschiedlichen veganen Lebensmittel vereinfacht aufzeigen soll:

Vegane Ernährungspyramide

1. Wasser, Tee und andere alkoholfreie und energiearme Getränke

Viel trinken ist für jeden Menschen wohl die Basis einer gesunden Ernährung. Mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit sollten Veganer wie Nicht-Veganer am Tag zu sich nehmen. Bei der veganen Ernährung sind vor allem calciumreiche Mineralwasser zu empfehlen.

2. Gemüse und Obst

Mindestens drei Portionen Gemüse sieht die Ernährungspyramide für eine gesunde vegane Ernährung vor. Drei Portionen entsprechen circa. 400 g. Der wohl größte Vorteil an Gemüse ist, dass es Ihren gesamten Tagesbedarf an Vitaminen abdecken kann. Zusätzlich enthält es wenig Fette und Kohlenhydrate.

Was Obst angeht, sollten Sie sich auf mindestens zwei Portionen einstellen. Das entspricht circa 250 g. Obst ist ebenfalls gesund und deckt viel an Ihrem Vitaminbedarf ab. Allerdings enthält Obst im Gegensatz zu Gemüse einen hohen Fruchtzuckeranteil (Fructose), auf den der menschliche Körper genauso reagiert wie auf herkömmlichen Zucker (Glucose).

3. Vollkornprodukte und Kartoffeln

Vollkornprodukte und Kartoffeln sind echte Sattmacher. Und satt sollten Sie auf jeden Fall werden. Das Grundrezept für Nudeln, Brot und Brötchen ist zwar vegan, Sie sollten allerdings trotzdem ein Blick auf die Zutatenliste werfen, denn bei einigen Produkten werden in der weiteren Verarbeitung Butter oder Eier verwendet.

Die Ernährungspyramide sieht 3 Portionen an Vollkorngetreide und Kartoffeln am Tag vor. Um dies zu veranschaulichen hier einige Beispiele, um was es sich bei einer Portion handeln könnte:

  • Ca. 60-75 Gramm Getreide oder Reis (Gewicht in roher Form)
  • 2-3 Scheiben (jeweils 50 Gramm) Vollkornbrot
  • 125-150 Gramm Vollkornnudeln (Gewicht in roher Form)
  • 200-350 Gramm Kartoffeln

4. Hülsenfrüchte, Nüsse, Milchalternativen, Seitan, Tofu u.ä.

Bei Hülsenfrüchten und Nüssen handelt es sich um Proteinbomben. Sie liefern eine Menge Eiweiß und sind leicht in die vegane Ernährung zu integrieren. Drei bis vier Portionen sollte man davon am Tag insgesamt zu sich nehmen. Dabei könnte es sich bei einer Portion beispielsweise um folgendes handeln:

  • 40-50 Gramm Hülsenfrüchte (Gewicht in roher Form
  • 50-100 Gramm Tofu, Tempeh, Seitan und Lupinenprodukte –> Häufig Hauptbestandteil von Fleischersatzprodukten
  • 100-200 Gramm Soja-, Getreide- oder Nussdrink
  • 30 Gramm Nüsse oder Samen

An dieser Stelle kommt die Frage auf, weshalb vor allem Hülsenfrüchte und Nüsse kein größerer Bestandteil von veganer Ernährung sein sollten. Die Antwort liegt ganz klar und deutlich bei der Höhe der Kohlenhydrate. Beim Verzehr zu vieler kohlenhydratischer Lebensmittel muss ein hoher Energieverbrauch vorhanden sein, ansonsten kann es schnell zum Übergewicht kommen. Die Art der Kohlenhydrate von Hülsenfrüchte kann außerdem bei einigen Menschen zu Blähungen führen. Dieser Fakt ist bereits vor dem „Veganhype“ bekannt gewesen, denn mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kennen bereits Ihre Eltern den Spruch: Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen.

In Maßen sind Hülsenfrüchte und Nüsse aber wie bereits erwähnt Bestandteil einer gesunden veganen Ernährung.

5. Pflanzliche Öle und Fette

Wie bei einer nicht-veganen Ernährung ebenfalls der Fall, sollte man Öle und Fette bei einem gesunden veganen Ernährungsstil ausgewählt und bewusst genießen. Um eine fettarme Ernährung kommt man auch als vegan lebender Mensch nicht drumrum. Trotzdem sollten Sie nicht auf pflanzliche Öle verzichten, denn sie bescheren Ihnen mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die sehr wichtig für den Körper sind. Die Auswahl an pflanzlichen Ölen scheint endlos zu sein. Für Abwechslung sorgen Aprikosenöl. Erdnussöl, Avocadoöl, Sesamöl, Trauben- oder Zitronenkernöl und viele mehr.

Sie sollten über den Tag verteilt zwei bis drei Esslöffel Öl zu sich nehmen.

6. Alkohol, Snacks und Süßigkeiten

Dass Alkohol, Süßigkeiten und andere Snacks ungesund sind und der menschliche Körper dankend darauf verzichten würde, muss an dieser Stelle eigentlich nicht unterstrichen werden. Doch hängt die körperliche Gesundheit des Menschen eng mit der Psyche zusammen und ein kleines Stückchen Schokolade oder ein Glas Wein kann bekanntlich Balsam für die Seele sein.

Vitaminzufuhr

Ein weiterer Punkt, der in Sachen Ernährung entscheidend für Ihre Gesundheit ist, ist der der Abwechslung. Damit ihr Vitaminbedarf vollkommen gedeckt ist, raten wir Ihnen davon ab, jeden Tag dieselben Gemüse- oder Obstsorten zu verzehren.

Vitamine - vegane Ernährung

Welches Lebensmittel, welche wichtigen Vitamine enthält, erfahren Sie in unserer Vitamintabelle für Veganer:

  • Vitamin A: Spinat, Rote Paprika, Grünkohl, Aprikosen, Frühlingszwiebeln Brokkoli, Fenchel, Karotten
  • Vitamin B1: Erbsen, Brokkoli, Blumenkohl, Spargel, Wirsing, Artischocken, Nüsse, Sesam, Mohn, Linsen, Orangen, Pflaumen, Feigen
  • Vitamin B2: Brokkoli, Pilze, Linsen, Erbsen, Pflaumen, Nüsse, Sojabohnen, Tempeh, Weizenvollkornmehr, Kürbiskerne
  • Vitamin B3: Grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte, Pilze, Nüsse, Kohlrabi, Grünkohl, Spargel, Kartoffeln, Brokkoli
  • Vitamin B5: Sonnenblumenkerne, Weizenkleie, Pilze, Hülsenfrüchte
  • Vitamin B6: Avocado, Banane, Kartoffeln, Walnüsse, Hülsenfrüchte, Kohl, Paprika, Zucchini, Reis
  • Vitamin B7: Spinat, Nüsse, Pilze, Sojabohnen, Bananen, Haferflocken
  • Vitamin B9: Orangen und andere Zitrusfrüchte, Salat und anderes Blattgemüse, Avocados, Kohl, Spinat, Erdbeeren, Mangos und Nüsse
  • Vitamin B12: Vitamin B12 ist das einzige Vitamin, welches ausschließlich in tierischen Produkten enthalten ist. Mittlerweile gibt es so vielseitige Nahrungsergänzungsmittel, dass ein simpler Wechsel zu einer anderen Zahnpasta, die das wichtige Vitamin enthält, genügt.
  • Vitamin C: Schwarze Johannisbeere, Sanddorn, Paprika, Zitrusfrüchte, Kohl, Brokkoli, Hagebutten, Erdbeeren, Kiwis, Mangos, Kartoffeln, Tomaten, grünes Blattgemüse, Fenchel
  • Vitamin D: Der Körper kann Vitamin D durch UV-Strahlung zu einem großen Teil selbst herstellen. Über die Nahrung Vitamin D aufzunehmen gestaltet sich als Veganer jedoch etwas schwierig. Außer in Pilzen befindet sich nämlich ausschließlich in tierischen Produkten Vitamin D. Aus diesem Grund sollte man in den Wintermonaten ebenfalls über eine Nahrungsergänzung nachdenken.
  • Vitamin E: Pflanzliche Öle, Avocado, Nüsse, Kerne, Vollkorngetreide
  • Vitamin K: Spinat, Kohl, grüner Salat, Brunnenkresse, Kräutern, Soja

Persönliche Vorteile einer veganen Ernährung

Es gehört also eindeutig mehr zu einem gesunden veganen Leben als ununterbrochen Pommes mit Ketchup zu essen. Halten Sie sich im Großen und Ganzen an die Vorgaben der Ernährungspyramide und decken Ihren Vitaminbedarf weitestgehend ab, leben Sie um einiges gesünder als Nichtveganer. Zu diesem Ergebnis kam ebenfalls die Wissenschaft. Heutzutage sind zahlreiche Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen bekannt, die belegen, inwiefern sich vegane Ernährung auf die Gesundheit des Menschen ausübt. Folgende Auswirkungen gehören dazu:

Gesundheitliche Vorteile einer veganen Ernährung

Kritik an veganer Ernährung

Gesundheitlich Vorteile und Umwelt- und Klimaschutz – Gibt es auch negative Seiten am Veganismus? Jedenfalls gibt es eine Menge Kritik. Für Sie haben wir die populärsten kritischen Aussagen gegenüber dem Veganismus gesammelt und an dieser Stelle auf ihre Glaubhaftigkeit durchleuchtet.

Sojaanbau schadet der Umwelt

Soja


Viele Kritiker bezeichnen vor allem die Nutzung von Soja als Fleischersatzprodukt als Heuchelei der Veganer. Denn für den Sojaanbau wird teilweise der südamerikanische Regenwald gerodet, was selbstverständlich Artensterben der verschiedenen Tierpopulationen verursacht. Nach der Sojaernte liegen die Flächen für lange Zeit brach und können aufgrund des Nährstoffmangels vorerst nicht bewirtschaftet werden.

Diese Aussage stimmt. Sie sollte jedoch für jeden ein weiterer Grund sein, über vegane Ernährung nachzudenken und sie in Erwägung zu ziehen, denn der schwerwiegend größere Teil des weltweit angebauten Sojas wird als Futtermittel in der Massentierhaltung genutzt. Nur zwei Prozent wird zu Tofu und Sojamilch und anderen veganen Produkten verarbeitet. Diese Erklärung unterstreicht erneut das „Vegane Ernährung gegen den Welthunger“ – Prinzip.

Pflanzen sind auch fühlende Lebewesen

Lebewesen Pflanze
Vor allem den Tierschützern unter den Veganern wird dieses Argument oftmals vorschnell um die Ohren geschleudert. Doch jedem, der nur einen kurzen Moment darüber nachdenkt, wird schnell bewusst, dass dieser Kritikpunkt (ob nun wahr oder nicht) ein weiterer Grund für eine vegane Ernährung ist. Denn wie bereits erwähnt, würden viel weniger pflanzliche Lebensmittel auf der Welt benötigt werden, wenn jeder auf Fleisch verzichten und somit die Massentierhaltung unterbinden würde.

Vegane Ernährung ist zu teuer

Dass Fleischersatzprodukte in den Supermärkten zum Großteil teurer sind als die fleischhaltigen Gegenspieler, kann auch der überzeugteste Veganer nicht von der Hand weisen. Doch muss man sich beim Veganismus nicht auf vegane Fleisch- und Milchersatzprodukte beschränken. Vegan geht auch anders!

  • Es müssen nicht jedes Mal teure Soja Steaks sein. Nutzen Sie Hülsenfrüchte statt teure Fleischersatzprodukte
  • Kaufen Sie saisonal und regional! Transportwege beeinflussen nicht nur die Umwelt, sondern auch den Preis der Produkte.
  • Vorkochen! Kochen Sie sich ihr Essen vor nehmen Sie es sich für den gesamten Tag über mit. So sparen Sie teure Snacks zwischendurch.
  • Wochenmärkte: Vor allem kurz vor Feierabend machen Sie auf Wochen- und Verbrauchermärkten echte Schnäppchen.
  • Foodsharing: Foodsharing gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Ob Foodsharing Gruppen über Social Media Kanäle, oder die Teilekiste in Ihrem Viertel. Wer Food sharen will, der findet überall die Möglichkeit dazu.
  • Discounter: Mittlerweile bieten auch Discounter wie Aldi günstigere Alternativen zu der teuren veganen Markenware an. Auch Drogerieketten wie DM sind eine mögliche Alternative

So klappt die Umstellung – Ihr Start in ein veganes Leben

Sollten Sie sich dazu entschieden haben, auf eine vegane Lebensweise umzusteigen, wagen Sie den Sprung in kalte Wasser. So schwierig ist die Umstellung zum Veganismus nicht. Hier einige Tipps, die sie Ihnen noch leichter machen kann:

veganes Leben

Alternativprodukte nutzen

Mittlerweile gibt es sowohl im Supermarkt, in Online-Supermärkten als auch im Bio-Markt für fast alle tierischen Produkte einen Ersatzprodukt. Vor allem in der Phase der Umstellung kann man dies gut nutzen, um sich an den veganen Ernährungsstil zu gewöhnen.

Wenn Sie also noch nicht wissen, was statt der gewohnten Bratwurst oder dem Steak auf den Grill soll, können Sie sich Fleischersatzprodukten bedienen, wodurch man auch bei veganer Ernährung auf nichts verzichten muss. Lassen Sie sich nicht von Vorurteilen gegenüber geschmacklosem Tofu oder anderen pflanzlichen Produkten abschrecken.

Viele Wein Online Shops bieten sogar vegane Weine an. Schauen Sie hierfür einfach in unsere Wein-Online-Vergleich, um sich einen Überblick über die verschiedenen Weinhändler zu machen.

Gleichgesinnte finden

Im besten Fall finden Sie Unterstützung in Ihrer unmittelbaren Umgebung, also bei Familie und Freunden, die mit Ihnen zusammen Rezepte ausprobieren. Wenn Sie allerdings mit Ihrer Entscheidung nicht ernst genommen werden, ist das kein Grund, gleich aufzugeben. Das Internet bietet zahlreiche Foren, Blogs und Videos, in denen über vegane Ernährung berichtet wird und man sich über Fortschritte oder neue Rezeptideen austauschen kann. Wenn die virtuelle Kommunikation nicht ausreicht, gibt es in größeren Städten Stammtische oder vegane Kochkurse, bei denen Sie neue Kontakte knüpfen können.

Neue Lebensmittel testen

Schon mal von Tempeh, Lupineneiweiß oder Amaranth gehört? Stehen Süßkartoffeln, Avocados und Sojabohnen schon auf Ihrem Speiseplan? Wenn nicht, wird es Zeit für einen Ausflug auf den Wochenmarkt, wo Sie neue oder bisher nicht beachtete Lebensmittel kaufen können.

Im Internet finden sich dazu allerhand Rezepte, die nach und nach ausprobiert werden können. Ein durchschnittlicher Haushalt kocht nur etwa 15 Gerichte, die es dann abwechselnd gibt und nutzt nicht mal die Hälfte aller Zutaten, die man problemlos in Deutschland kaufen kann. Wenn Sie also experimentierfreudig sind, ist die vegane Ernährung alles andere als eintönig.

Einige Hersteller haben sich direkt auf die vegane Ernährung spezialisiert und bieten ausschließlich vegane Lebensmittel an, welche in vielen größeren Supermärkten und auch Drogerieketten vertrieben werden. Veganz ist hierbei nur ein Beispiel. Nutzen Sie alternativ Online-Shops, bei denen Sie nicht nur Bio Produkte, sondern auch vegane Lebensmittel online bestellen können.

Auf den Geschmack achten

Egal, was Sie essen, es muss schmecken. Es nützt nichts, literweise Sojamilch zu trinken, wenn Ihnen der Geschmack einfach nicht gefallen will. Ihre neue Ernährungsweise muss Spaß machen, da Sie sonst bald die Motivation verlieren und wieder in alte, vertraute Muster zurückfallen.
Einen guten Einstieg in das vegane Kochen bieten vegane Kochboxen, die nicht nur alle notwendigen Lebensmittel beinhalten und jeden Schritt genau beschreiben. Der Inhalt der Kochboxen ist vor allem auch so konzipiert, dass sie möglichst viele Nährstoffe und Vitamine für eine ausgewogene Ernährung enthalten. Vegantastic ist hier eine einfache Möglichkeit unkompliziert vegane Rezepte auszuprobieren, die nicht nur gesund sondern auch besonders schmackhaft sind.

Worauf sollte ich als Veganer achten?

vegan und umweltffeundlich
In unserer Gesellschaft gelten vegan lebende Menschen oft als Hippies und Umweltfanatiker. Das täuscht. Auf Fleisch zu verzichten bedeutet nicht direkt umweltfreundlich zu leben. Wenn Sie Veganismus mit einem umweltfreundlicheren Leben kombinieren möchten, sollten Sie auf einige Dinge achten:

  • Kaufen Sie Obst und Gemüse nur innerhalb der Saison. Kaufen Sie beispielsweise Tomaten im Winter, haben diese durch ihre Produktion und Transportwege zehn Mal so viel
  • Den Konsum von Lebensmitteln, die dauerhaft eingeflogen werden wie Avocado oder Chiasamen, sollten sich begrenzt halten.
  • Konsumieren Sie nicht zu viele Fleischersatzprodukte, denn auch Ihre Produktion ist besonders energieaufwändig. Außerdem sparen Sie bei Verzicht den Verpackungsmüll.
  • Steigen Sie bei Sojaprodukten auf Bio-Soja um. Dieser wird häufig in Deutschland angebaut und ausschließlich zum Verzehr von Menschen verwendet.
  • Achten Sie auf die Lebensmittelkennzeichnung der Produkte. Sie verrät Ihnen einiges über den Herstellungsprozess der Waren. Mehr Infos dazu finden Sie hier.

Was bieten Supermärkte an veganen Lebensmitteln?

Für lange Zeit hatten Vegetarier und vor allem Veganer es nicht leicht, wenn sie sich, abgesehen von Gemüse- und Getreideprodukten, Lebensmittel im Supermarkt besorgen wollten. Da musste man entweder zum Bio Supermarkt oder zum speziellen vegan Shop, für den man wahrscheinlich noch in die nächste Großstadt fahren musste. Heute ist das ganz anders. Fast alle Supermärkte haben Angebote für vegetarische und vegane Ernährung.

Das es mehr Auswahl gibt, erkennt man ebenfalls am deutschlandweitem Umsatz der letzten Jahre:

Umsatz mit vegetarischen und veganen Lebensmitteln

Als kleine Special Tipps können wir Ihnen nicht nur Soja- und Haferdrinks als Milchersatz ans Herz legen. Ein besonders unbekanntes Geheimrezept:
Nutzen Sie Mandelmus als Käseersatz, wenn sie etwas überbacken wollen. Mandelmus ist in fast jeden Supermarkt erhältlich und köstlich auf Gratin oder veganer Lasagne.

Ahornsirup ist er perfekter Honigersatz und Kokosöl eignet sich bestens zum Braten.

Hier erfahren Sie, was die einzelnen Supermärkte an Köstlichkeiten in Ihren Regalen für sie parat haben.

Rewe

REWE hat sich im Vergleich zu anderen Märkten besonders viele Gedanken um seine veganen Produkte gemacht, ein Großteil der veganen Lebensmittel erscheint unter dem Namen des Marktes in einer eigenen Produktlinie, die man sonst nirgendwo kaufen kann.

Unsere Lieblingsprodukte aus der veganen Vielfalt haben wir für Sie aufgelistet:

Produkt Preis Info
Soja Bio-Drink 1,09 Euro Der Perfekte Ersatz für Milch, ob im Kaffee oder zum Müsli.
REWE Bio Sojaghurt 500g Natur: 1,49 Euro

Andere Sorten: 1,59

Gibt es in Waldfrucht- oder Vanillegeschmack.
REWE Bio Tofu Natur 300g 1,49 Euro Klassischer Naturtofu Tipp: vor dem Anbraten zum Beispiel ein paar Stunden aufgeschnitten in Soja Soße einlegen.
Kato Tofu 200/250g 2,19 – 2,29 Euro Gibt es geräuchert aber auch mit Basilikum, Paprika, Erdnuss oder Mandel-Nuss.
REWE Bio Streichcreme 125g 1,49 Euro Gibt es als Tomate-Basilikum, Paprika-Cashew, Linse-Curry, Meerrettich-Apfel und Zwiebel-Apfelschmalz (110g).
Lycka FroYo (Frozen Joghurt) 550ml 5,79 Euro In den Sorten Schoko und Himbeer
Saclà Pesto verde vegan 190g 2,99 Euro Leckeres Pesto aus Basilikum, Tofu und Cashewkernen.
Iglo Rahmspinat mit Alpro 550g 1,99 Euro Für alle Veganer, die Rahmspinat vermissen hat Iglo eine Variante mit Alpro Soja Joghurt auf den Markt gebracht.
Vantastic Foods Soja-Medaillons 200g 1,49 Euro Super zu Gemüsepfannen

 

Weitere Angebote finden Sie sie REWE Online Supermarkt. Werfen Sie vor Ihrer Bestellung einen Blick auf unsere Gutscheinliste und sparen Sie beim Online Einkauf von veganen Lebensmitteln.

Edeka

Wie REWE verfügt auch EDEKA über eine eigene Produktreihe, in der es viele tolle, vegane Lebensmittel zu finden gibt.

Produkt Preis Info
EDEKA Bio + Vegan Sojamehl 300g 2,49 Euro Lässt sich einerseits als Eiersatz verwenden und ist generell super zum Backen geeignet.
EDEKA Bio + Vegan Salatmayonnaise 250ml 1,70 Euro Unter Veganern als eine der besten, im Supermarkt erhältlichen, veganen Mayonnaisen bekannt.
EDEKA Bio + Vegan Vegane Salami/Lyoner/Mortadella 80g 1,99 Euro Vor allem die Salami kann von Geschmack und Konsistenz her überzeugen.
EDEKA Bio + Vegan Falafel Orientalisch 200g 2,79 Euro Falls mal nicht die Motivation da ist, zum nächsten Dönerladen zu gehen, gibt es bei EDEKA jetzt einen guten Ersatz.
EDEKA Bio + Vegan Vegane Fleischwurst 200g 2,99 Euro Kommt zwar nicht an den Original Geschmack ran, ist aber trotzdem durchaus lecker.

 

Auch Edeka erweitert und wechselt das vegane Sortiment ständig. Falls Sie Ihren Einkauf online erledigen wollen, empfehlen wir auch hier einen Blick auf unsere Edeka Gutscheine

tegut

tegut gibt es leider nicht in ganz Deutschland, was vor allem schade ist, da der Markt ein sehr breites, veganes Spektrum zur Verfügung stellt. Auf der Internetseite des Marktes gibt es sogar eine ausführliche Liste aller veganen Lebensmittel, die der Supermarkt im Sortiment hat.

Da tegut keine eigene Produktreihe besitzt, haben wir in unserer Liste die verschiedenen Marken aufgeführt, die der Supermarkt im Sortiment hat und diese um ein paar Beispiele ergänzt.

Marke Beispiele
Veggie life Veggie-Gyros 200g – 3,50 Euro

Bratknacker 250g – 3,29 Euro

Power-Hacksteak 210g – 3,60 Euro

Alnatura Versch. Tofu Sorten 200g (Mandel-Nuss/Basilikum etc.) – 1,65 Euro

Kichererbsen-Kokos-Eintopf 400g – 2.25 Euro

Tukan Tofufilets Mediterran 160g – 1,99 Euro

Tofufilets Italia 160g – 1,99 Euro

Vantastic Food Veggie Entenfilets 400g – 5,99 Euro

Veggie Tuna 300g – 5,89 Euro

Schakalode Crisp 100g – 3,49 Euro

 

Obwohl wir hier nur einen kleinen Auszug dargestellt haben kann man also sehen, dass vegane Lebensmittel in deutschen Supermärkten relativ gut vertreten sind. Weitere geheim Tipps sind wie gesagt Discounter. Vor allem das vegane Angebot von Aldi und Lidl kann mit den großen Supermärkten mithalten. Vegane Ernährung ist also auch ohne ständige Besuche im teuren Bio Supermarkt durchaus machbar- und vor allem vielfältig.

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